Tierschutzzentrum
Tierschutzverein
 
 

 

 
 
 
 
 


Hallo Frau Friesdorf,

ich hatte Ihnen ja versprochen, dass wir uns mal melden und berichten,
wie es den beiden Kobolden so bei uns geht.
Als wir nach Hause kamen waren sie nicht zu bewegen aus ihren sicheren
Transportkisten zu kommen. Wir haben sie dann ganz in Ruhe gelassen.
Nach etwa einer Stunde ging ich dann mal schauen und sie waren
verschwunden. Ich machte mich also auf die Suche und fand dann Sanne
im Keller hinter der Sauna. Biene saß im Keller im Gästezimmer hinter
dem Bettkasten. Mit Hilfe eines langen Besens habe ich Sanne dann aus
ihrem Versteck verscheucht und die Tür zum Saunaraum geschlossen.
Am nächsten Tag als ich von der Arbeit nach Hause kam waren die Katzen
nirgendwo zu finden. Später erzählte mir meine Frau, dass Mucki schon
mal die Türe zum Dachverschlag aufzieht, sich durchdrängelt und die
Türe hinter ihr wieder zufällt. Tatsächlich haben die Kobolde das
gesehen und sind ihr gefolgt. Auch diese Möglichkeit haben wir
verbaut.
Während der ersten Tage haben wir nur an den Futternäpfen und am
Katzenklo gemerkt, dass da mehr als zwei Katzen sein müssen. Ab und an
fanden wir morgens dann schon mal den ein oder anderen umgefallenen
Gegenstand. Mittlerweile kommen sie regelmäßig und beobachten uns.
DerAbstand wird auch immer kleiner, aber wenn man auf sie zugeht,
suchen sie ihr Heil in der Flucht. Aber das wird schon. Sanne und
Biene sitzen häufig auf der Fensterbank im Wohnzimmer und verfolgen
die Ausflüge von Mucki in den Garten. Nachdem sie anfangs mehr
Gesellschaft von Micki hatten (sie lag mitten zwischen den beiden
unter dem Bett) haben sie jetzt mehr Interesse an Mucki. Mucki wird
sofort begrüßt, wenn sie von einem ihrer Spaziergänge durch die
Katzenklappe nach Hause kommt. Auch an das große Schwarze Monstrum (
Aika, unser Berner) haben sie sich schon gewöhnt. Auch hier siegt die
Neugier und so steckt man schon mal die Nase in den Schwanz. Aika
dagegen hat es aufgegeben mit den beiden Kontakt aufnehmen zu wollen.
Denn dann laufen die ja immer weg. Andererseits schaut sie uns hilflos
an, wenn sie nach oben gehen möchte und der Weg ist im Flur oder auf
der Treppe von einem der beiden - meist ausgestreckt dahingeflegelt -
blockiert. Sie hat halt Respekt.
Ich denke so nach und nach werden sie uns immer mehr vertrauen und
nicht mehr die Flucht ergreifen. Wenn es vielleicht auch nicht
unbedingt Schmusetiger werden. Hauptsache sie fühlen sich hier zu
Hause und geborgen.
Wir haben jedenfalls viel Freude, denn sie bringen wieder Leben in die
Stube. Wenn sie dann so in einem Monat die Katzenklappe aufgemacht
bekommen, gibt es dann wieder neue Abenteuer zu erleben.
Viele liebe Grüße
auch von meiner Frau,
Sanne und Biene
wünscht
Bernhard Meister

P.S.: Ich geh davon aus, dass Sie auch Sarah und die anderen im
Tierheim informieren.
                                               

     

   
   

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