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Tierschutzverein
 
 

 

 
 
 
 
 


Hallo liebes Team vom Tierschutz Leverkusen e. V. ,

heute, vier Tage nach meinem Umzug aus dem Tierheim zu meinen neuen "Dosenöffnern", möchte ich mich mal bei euch melden, um zu berichten, wie es mir inzwischen ergangen ist.

Die Reise von Leverkusen nach Solingen hat mich ganz schön angestrengt. Ich war fürchterlich aufgeregt im Auto und habe deswegen fast ununterbrochen miaut. Das war dann aber auch anstrengend, so dass ich ganz außer Atem geriet. Meine zwei lieben Menschen haben mich die ganze Zeit zu beruhigen versucht, ich konnte mich aber nicht beruhigen.

Als wir in meinem neuen heim angekommen sind, bin ich gleich aus meiner Transportbox gesprungen und habe mir erst mal das ganze Haus angeschaut.

Im Erdgeschoss bin ich dann gleich auf den Hund getroffen. Sie rufen ihn Lena. Der ist glaube ich ganz lieb, zumindest hat er mich noch nicht einmal verbellt. Nur als ich an sein Fressnapf wollte, hat er ganz doll mit mir geschimpft. Am Anfang hatte ich da auch ein bisschen Angst, mittlerweile aber nicht mehr. Ich bin bestimmt stärker als der Dackel.

Nun als die erste Begegnung mit Lena vorüber war, bin ich erst mal in den Keller gelaufen. Dazu hat mich Holger, das ist der Mann im Haus, mit Knabbereien durch eine Klappe in der Kellertür gelockt. Der Keller ist ganz schön interessant, da gibt es so viel zu entdecken und ich ganz mich ganz toll verstecken. Im Keller steht auch meine Toilette, meine Transportbox und meine Fressnäpfe. Drei Stück habe ich bekommen. Einen mit Wasser, einen für Trockenfutter und einen für mein Dosenfutter, das ich ganz besonders gern mag.

Neben dem Keller finde ich aber auch die Küche ganz besonders toll. Vor allem wenn der Kühlschrank aufgeht. Dann bin ich sofort zur Stelle. Leider bekomme ich meist nichts. Lena, die inzwischen in solchen Momenten neben mir steht, bekommt aber auch nichts. Wäre aber ja noch schöner.

Nachdem ich in der ersten Nacht im Keller geschlafen habe -nicht dass ich das müsste- haben mir die lieben Menschen einen ganz tollen Kratzbaum in das Treppenhaus gestellt. Dort schlafe ich jetzt am liebsten (wenn ich mich nicht gerade in ein Bett geschlichen habe).

Den Tag über liege ich sehr gerne bei Holger auf dem Schreibtisch und schmuse mit ihm, wenn er am Computer arbeitet. Wenn ich meine Pfoten auf die Tastatur lege, flucht er immer so schön, weil ich ganz viele lustige Zeichen auf den Bildschirm zaubere. Wenn ich das aber zu oft mache, muss ich vom Schreibtisch runter. Macht mir aber auch nichts aus. Ich beiße ihm dann meist in den Fuß, so dass er mit mir spielt. Seine Arme sehen daher aus, als hätte er im Rosenbeet geschlafen.

Apropos Rosenbeet: Da ich tagsüber, vor allem aber am frühen Abend, immer ganz fürchterlich vor der Terrassentür miaue, haben mir meine Dosenöffner, eine Leine gekauft. Damit darf ich jetzt zumindest ein bisschen raus. Ich finde den Garten richtig toll. Ganz besonders mag ich die Baldrianwurzeln, die ich von meinem "Frauchen" ausgegraben bekommen habe. Die riechen richtig Klasse, so dass ich mich immer wieder daran reibe. Mein "Herrchen" sagt deshalb manchmal "mein kleiner Maggiwürfel" zu mir.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich habe auch einen neuen Namen bekommen: Meine ganze Familie ruft mich Felix. Ich habe mich da echt schnell dran gewöhnt.

Heute Morgen hab ich allen einen riesengr0ßen Schrecken eingejagt. In der Nacht bin ich in den Keller und habe dort ein Klappe entdeckt, die genauso aussieht wie die in der Kellertür. Nur leider war sie verschlossen. Ich habe ganz lange probiert. Als ich mit viel Schwung dagegen gesprungen bin, hat sie sich tatsächlich geöffnet. Also bin ich alleine raus in den Garten.

Ich konnte aber auch nicht mehr zurück. Die Klappe lies sich nur noch nach außen öffnen. Und Klappen hochheben können wir Katzen ja nicht. Also bin ich die halbe Nacht draußen gewesen und habe die Gärten und Kleingärten erkundet. Ich muss ganz schön weit weggelaufen sein, denn ich habe erst um 11 Uhr zurückgefunden. Leider fand ich keinen Durchgang in meinen Garten und habe deshalb laut miaut. Zum Glück hat mich meine Familie schon die ganze Zeit gesucht und hat mich gehört. Holger kam dann über den Zaun zu den Kleingärten gesprungen und hat mich geholt. Da habe ich mich wie verrückt gefreut.

Als wir wieder zu Hause waren, habe ich erst mal richtig viel gegessen. Das Abenteuer hat mich doch angestrengt. Mein "Herrchen" wie der Dackel wohl sagen würde, hat erst mal die Katzenklappe zugeschraubt. Da kann ich jetzt nicht mehr raus. Schade. Aber er hat gesagt, dass ich bald ganz alleine rein und raus gehen darf. Ich solle mich nur noch etwas eingewöhnen. Dabei hab ich das doch schon...

Nun bin ich müde von meinen Abenteuern und drücke ausnahmsweise mal keine Tasten auf seinem Computer.

Ich habe euch mal ein Bild von mir mitgeschickt, damit ihr seht wie toll der Platz tatsächlich ist.

Macht es gut und sucht bitte allen meinen Freunden aus dem Tierheim auch so schöne Zuhause.

Euer Felix

Ein Bericht aus der anderen Perspektive. Ob alles so stimmt, können wir natürlich nicht sagen. Aber wir haben das Gefühl, dass die Chemie beidseits stimmt. Felix scheint sich wirklich "sauwohl" zu fühlen und ist ganz schön verschmust.

Das Abteuer fand tatsächlich statt. Unmittelbar bevor ich mich bei Ihnen melden wollte, so gg. 11.00 Uhr, konnte ich ihn im angrenzenden Kleingarten miauen hören. Da ich ihn schon den ganzen Morgen erfolglos suchte und nach ihm rief, muss er tasächlich ziemlich weit weggewesen sein. Glücklicherweise fand er alleine zurück.

Nun hat er einen weiteren Spitznamen: Ausbrecher

Mit freundlichem Gruß

Holger Schepanski & Claudia Kretschmann

                                                          

     

   
   

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